Lesermeinungen
Jassbogen SBZ 7-8|2025
Grüezi Frau Rölli. Danke für Ihre Arbeit für die SBZ und Gratulation zu Ihrer Auszeichnung. Mit Interesse habe ich den Artikel über den Jassbogenvergleich gelesen. Dazu noch eine Ergänzung, die unerwähnt blieb. Es lohnt sich, postfrische Marken auch umzudrehen. Die Gummierung weist einen deutlichen Unterschied auf: Ausgabe 2018 matte Gummierung, Ausgabe 2025 glänzende Gummierung. Freundliche Sammlergrüsse H. Koch, Marthalen
Reaktion auf Leserbriefe zum Briefmarkenhandel SBZ 4|2025
In der SBZ Nr. 4/2025, Seite 9, haben sich zwei Händler darüber beklagt, dass die Kundschaft an Briefmarkenbörsen nicht mehr bereit sei, angemessene Preise für die angebotene Ware zu bezahlen. Für ihre schlechten Umsätze geben sie im Wesentlichen den Sammlern und, wegen der Preise für die Tische, auch den organisierenden Vereinen die Schuld; ob der Grund für das Verhalten der Besucher an den Börsen auch bei ihnen selbst liegen könnte, haben beide nicht thematisiert. In diesem Zusammenhang ist ein Blick in Wörterbücher hilfreich, wo folgende Bedeutungen für die in diesem Zusammenhang oft verwendeten Begriffe gefunden werden können: Preis: Geldbetrag, zu welchem ein Verkäufer eine Sache anbietet. Wert: einer Sache innewohnende Qualität, aufgrund deren sie in einem gewissen Masse begehrenswert ist. «Preis» und «Wert» sind also zwei völlig unterschiedliche, weil subjektive Beträge, die gleichwohl in einer Beziehung zueinander stehen: Wert ist eine Sache nur so viel, wie jemand aufgrund seines «Begehrens» dafür zu bezahlen bereit ist. Oder pointierter ausgedrückt: Wenn für eine Sache niemand ein Interesse zeigt, ist sie «nichts wert», völlig unabhängig davon, was sich der Anbieter für einen Preis vorgestellt hat. Also liebe Händler: überlegt euch doch Mal, ob es auch an eurem Angebot, dessen Qualität und|oder den Preisen liegen könnte, dass die Begehrlichkeit für eure Ware über die letzten Jahre dermassen abgenommen hat. Ein Aufruf geht aber auch an die veranstaltenden Vereine: Börsen sollten den Sammlern dienen, nicht der Mittelbeschaffung für die Vereinskasse; welches Defizit ist euch diese Dienstleistung für eure Mitglieder im Speziellen und für die Sammlerschaft im Allgemeinen noch wert? Und zu guter Letzt noch ein Wunsch an Händler, Inserenten und Auktionatoren: In Katalogen finden sich nur Preise, keine Werte! Der oft gebrauchte Ausdruck «Katalogwert» ist also ein Widerspruch in sich selbst.
Giovanni Balimann
Goldmedaille für die SBZ an der «Bernaba 2025»
Guten Morgen Frau Rölli. Herzliche Gratulation für die grandiose Auszeichnung God für das Exponat «Schweizer Briefmarken Zeitung»! Mit freundlichen Grüssen
Egon Oehri
Liebe Christina. Gestern habe ich die neue SBZ im Briefkasten gehabt. Gleich auf der ersten Seite gab es die schöne Nachricht: Die Auszeichnung Gold für die SBZ bei der BERNABA! Vernommen hatte ich es ja bereits, aber es ist auch wieder bei mir – aufgrund der vielen Ergebnisse und Ereignisse – in den Hintergrund getreten. Aber jetzt ist es nochmals richtig gross auf der ersten Seite gestanden – und damit ist auch die Grossartigkeit deiner bestimmt nicht immer einfachen Arbeit unterstrichen und gewürdigt. Herzliche Glückwünsche möchte ich dir und deinem Team daher noch von meiner Seite nachträglich aussprechen. Ihr habt das Gold euch redlich verdient. Weiter so. Beste Grüsse aus Bern
Elmar Dorr
Swissmint und 100-Franken-Goldvreneli
Guten Tag. Ich bin zutiefst enttäuscht und traurig, wie das EFD/EFV und Swissmint nach den Skandalen in der Presse zu den E-Mails und Beschwerden Stellung nimmt, oder Anfragen einfach «abwimmelt». Das zeigt mir, dass da wohl noch weit mehr zum Vorschein kommen könnte. Ich bin immer noch der Meinung, dass dies Grund zu einer Beschwerde oder gar einer PUK ist.
MfG, Daniel Oertli
Sind die Juroren die Totengräber der Philatelie?
Die Briefmarkenausstellung der Stufe I mit angegliederten Multilateralen in Bern war vom zuständigen OK top organisiert worden, vielen Dank. Gewisse Schwachstellen bei der Organisation weiss man dann erst am Schluss des Anlasses, dann aber ist es zu spät. Trotzdem «Hut ab». Der Nutzen der BERNABA: sie brachte Jung und Alt zusammen. Besucher, Interessierte und Philatelisten konnten sich untereinander austauschen und sich im Wettbewerb messen. Der Schaden: all die vielen enttäuschten Aussteller machten mich stutzig. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es war eine nationale, schweizerische Stufe-I-Ausstellung. Juriert wurde zum Teil mit internationalen Juroren, die die Schweizer Philatelisten buchstäblich in die Pfanne «hauten». Kritik an Juroren (meine Meinung) sind noch immer eine Mäjestätsbeleidigung und grenzt an eine strafbare Handlung. Dass nicht alle Aussteller Gold erhalten, ist, glaube ich, jedem bewusst. Aber 10 (zehn!) Punkte Differenz von der Stufe II zur Stufe I ist für viele nicht nachvollziehbar. Besonders, da es sich um Exponate handelte, die bereits mehrmals qualifiziert wurden. Da frag ich mich, sind unsere Schweizer Juroren total «daneben» oder so schlecht? Überschätzen sich die internationalen Juroren? Haben sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt? Haben sie alle das Augenmass und eine gewisse Toleranz den Ausstellern gegenüber verloren? Philatelisten sammeln aus Freude, ein Hobby, das entspannt und nun wird ihnen die Freude genommen. Ein frustrierter Aussteller wird nichts mehr kaufen und so machen diese hochkarätigen Experten das Briefmarkengeschäft und Auktionen zunichte. Ist das die Zukunft der Philatelie? Mein Jurygespräch: Als alter Hase entlockte mir das Gespräch mit den Experten höchstens ein Lachen und Kopfschütteln. Es war eine belanglose, nichtssagende Diskussion, eine nicht aufbauende Kritik.
Hans Scheibler, Brittnau
Antwort der Redaktorin: Auch in meiner Wahrnehmung gab es viele enttäuschte Ausstellende. Das ist Gift für die Organisation zukünftiger Ausstellungen! Für die Rang-II-Ausstellung Döbra 2025 haben sich bis zum Redaktionsschluss vier (!) Sammler angemeldet. Es wird eine wichtige Aufgabe des Zentralvorstandes sein, eine Schulung für die Jurygespräche zu organisieren und die Aufgabe des Jurypräsidenten zu präzisieren.
Christina Rölli